
Wohnanlage MARTINSKLOSTER, Martinsufer 1
um 386:
Der Trierer Prokonsul Tetradius soll seine Villa an der Mosel (außerhalb der antiken Stadtmauern) an den Abt Martin von Tours (316/7-397) geschenkt haben: hl. Kreuz-Kapelle mit christl. Bestattungen
2 Hälfte des 6.Jhdts.:
Bischof Magnerich von Trier (nach 561- nach 587) errichtet hier eine Martinskirche (in der er auch bestattet wird) mit einer Mönchsgemeinschaft
8.Jhdt:
Übernahme der Benediktregel
882 Anfang April:
"Normannensturm", auch das Martinskloster wird zerstört
ca. 900-915:
Regino von Prüm: Abt von St. Martin, verfasst in Trier seine Chronik: danach weitere Zerstörungen des Klosters; Die Abtei wird zeitweise zum Klerikerstift
975:
Wiedereinrichtung des Benediktienerklosters unter Erzbischof Dietrich (964-977)
1002-1008:
Verlust der Symphorianskirche an St. Paulin, weitere Besitzeinbußen der Abtei
1027/28:
Simeon von Syracus ( 1035) in St. Martin unter Abt Eberwin (Verfasser einer Geschichte des Klosters von St. Martin und, nach 1035, auch einer Vita des hl. Simeon)
1097:
Übertragung von Nutzungsrechten an der Mosel an St. Martin (Mühlenrechte)
Ende 11 Jhdt.:
Neubau der Klosterkirche
12./13.Jhdt.:
Wirtschaftliche Blütezeit des Klosters
1227:
Festlegung der Höchstzahl der Klosterinsassen auf achtzehn
1429:
Reform des Klosters durch einen Schüler Rodes: Ende des 15. Jhdts. Anschluss an die Bursfelder Reform
1498:
Schenkung des Kalvarienbergs durch Adelheid von Besselich
1500:
Acht Mönche im Kloster
1506:
Bau des Dormitoriums
bis 1626:
Neubau des heute noch bestehenden Trakts an der Moselseite
zwischen 1673-1714:
Mönche müssen infolge von Kriegsauswirkungen mehrfach das Kloster verlassen
zwischen 1734-1737:
Die Klostergebäude dienen als Spital (1100 Kranke)
bis 1735:
Erweiterung des Gebäudes an der Moselseite (zum Norden hin) unter Abt Benedikt Henn.
1783:
10 Mönche und zwei Laienbrüder im Kloster
1802:
Aufhebung der Abtei
1804:
Versteigerung des Klosters mit Kirche und Kreuzgang, Abriss des Dormitoriums, der Kirche und anderer Klostergebäude
1807:
Brennofen der Trierer Porzelanfabrik in der ehemaligen Krypta, auch noch nach 1816 in Betrieb
1972:
Umbau zum Studentenwohnheim

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